Rezept: Blaubeer-Cheesecake für zwei

Moin ihr Lieben,

bevor der Herbst endgültig im Lande Einzug hält, wollte ich noch mal etwas Sommerliches auf den Tisch bringen. Und aus einem mir unerfindlichen Grund haben es mir Blaubeeren angetan. Ja, es musste etwas mit diesen kleinen, blauen Beeren gebacken werden! Weil ich aber nicht allzu zielstrebig an die Aktion herangegangen bin und auch unseren Zutatenbestand nicht ganz im Blick hatte […ja, irgendwie typisch für mich...], wurde es ein Blaubeer-Cheesecake für zwei Personen. Also eine Art Resteverwertung mit frischen Blaubeeren.

Die verwendete Springform hat einen Durchmesser von 16 cm und ist wahrscheinlich so eine Kinderbackform – weiß gar nicht mehr, wie ich an das Teil gekommen bin. Meine heutigen Mengenangaben beziehen sich deshalb auf genau solch eine Backformgröße. Wer eine größere Form verwenden mag oder muss, sollte die Mengen mindestens verdoppeln, eher verdreifachen [im letzten Fall bleibt ggf. noch etwas zum Naschen übrig].

Blaubeer_cheesecake_0Blaubeer-Cheesecake frei Schnauze – Rezept auf dem eigenen Mist gewachsen

Was ihr braucht, sind folgende Zutaten:

1 Ei, Eiklar und Eigelb trennen
6 Vollkornbutterkekse
1 Klumpen Butter, geschätzt ca. 50 – 60 g5 EL gemahlene Mandeln
Zucker nach Geschmack
1 gehäufter EL Mehl oder Stärke [ich habe Mehl verwendet]
250 g Sahnequark
knapp 100 ml Sahne
2 TL Creme Fraiche
2 Hände voll Blaubeeren

Und so funktioniert die Zubereitung:

Der Boden ist eine Mischung aus dem bekannten Keksbodenteig und einer Makronenmasse. Dazu das Eiklar zu Schnee schlagen und mit den gemahlenen Mandeln und etwas Zucker [abschmecken!] zu einer Makronenmasse verarbeiten. Dann die Butter sanft schmelzen und die Kekse in einem Geschirrtuch zerbröseln. Keksbrösel in die flüssige Butter mischen, etwas abkühlen lassen und dann mit der Makronenmasse vermengen, bis es ein homogener Teig ist. Den Teig in die Form geben und den Boden damit auskleiden. Das hat sich bei mir als etwas kniffelig gestaltet, denn die Masse ist recht klebrig und mag nicht gerne auf dem Boden liegen bleiben. Wem das zu nervig ist, der kann die Oberfläche der Masse minimal [!] mit Mehl anstäuben, dann geht es leichter.

Eigelb, Quark und etwas Zucker [auch wieder nach Geschmack] gut vermischen. 1 EL Mehl dazugeben und verrühren. Nun diese Quarkmasse auf den Teigboden geben und ab in den Ofen damit. Habe den Cheesecake bei 180° C etwa 1/2 Stunde gebacken. Anschließend den Kuchen auskühlen lassen. Sahne steif schlagen und mit den 2 TL Creme Fraiche verrühren. Die Sahnemischung auf dem gesamten Kuchen verteilen, schließlich mit den Blaubeeren dicht an dicht garnieren. Voilà!

Blaubeer_cheesecake_1Blaubeer-Cheesecake von oben

Blaubeer_cheesecake_2uns immer eine Versuchung wert

Blaubeer_cheesecake_3so schaut er angeschnitten aus: er ist innen noch schön saftig und sehr gehaltvoll

Blaubeer_cheesecake_4am besten sofort verzehren, so sahnige Sachen sollten nicht lange stehen bleiben

Blaubeer_cheesecake_5blau-weißer Gaumenschmaus

Blaubeer_cheesecake_6Blick aauf die Schwachstelle: die Seiten lassen sich mit so halbflüssiger Sahne, wie ich sie hatte, nicht gut verstreichen

Blaubeer_cheesecake_7dafür schmeckt er gigantisch!

Ihr habt es in meiner Bildergalerie vielleicht schon herausgelesen: Es gibt Verbesserungspotenzial. Geschmacklich absolut überzeugend, besonders der Boden hat mich angenehm überrascht, doch die Sahne-Creme Fraiche-Mischung war mir persönlich zu flüssig. Vielleicht muss ich das nächste Mal dafür Frischkäse dazugeben. Hatte auch schon überlegt, auf die zweite Schicht ganz zu verzichten und die Blaubeeren direkt auf die Quarkmasse zu setzen, aber dann werden die Früchte mitgebacken und verlieren ihr schönes Aussehen. Eine zweite Schicht, die nicht gebacken wird, ist also notwendig, wenn man hübsche Beeren auf dem Kuchen präsentieren möchte. Vielleicht habt ihr ja eine Idee?

Satt und glücklich verabschiede ich mich für heute von euch

eure Schoko

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